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Optimierte Beschaffung und Logistik

Große Einsparungspotenziale

Es gibt viele Hinweise darauf, daß die Beschaffung in vielen Unternehmen das Stiefkind schlecht hin ist. Und die Beschaffung das Feld ist, in dem die größten Effekte zu holen sind und die normalerweise nicht wirklich weh tun. Von vielen Unternehmen ignoriert und selten wirklich Chefsache. Während in vielen Produktionen um Prozentpunkte oder gar Promille gekämpft wird, sind hier Einsparungen im 2-stelligen Prozentbereich oft ohne große Anstrengung zu holen.

Optimierte Beschaffung

Beim Thema Logistik sieht es unter Einbeziehung der innerbetrieblichen Materialversorgung nicht viel anders aus. Probleme in diesem Bereich werden häufig im Zusammenhang mit den zu hohen Lagerbeständen, oder den schlechten innerbetrieblichen Fluss durch einzelne Bereiche mit entsprechend langen Durchlaufzeiten, wahrgenommen. Der Materialfluss und die Logistik ist eng mit dem Informationsfluss und der Art und Weise, wie Betriebsaufträge  und Abrufe bei Lieferanten gesteuert werden, verknüpft.

Eine angepasste Materialversorgung und -zuführung kann durch eine erzielte, höhere  Verfügbarkeit einen erheblichen Einfluss auf  die Produktivität bei der Wertschöpfung nehmen. Gleichzeitig gelingen in der Regel Bestandsreduzierungen von bis zu 50 %.

Erarbeitung einer neuen Beschaffungstaktik/-strategie

Zu lange Bestellzeiten (Zeiten zwischen Bedarfserkennung und Platzierung der Bestellung bei Lieferanten), wellenartig ausgelöste Bedarfe mit mehreren hintereinander auftretenden Bottlenecks, umständliche Erzeugung von Bestellungen im verwendeten ERP-System, Wartezeiten auf Unterschriften aufgrund einer uneffizienten Unterschriftenregelung und hinderliche, aus einer Misstrauenskultur resultierende Kontrollbürden ließen größere Einsparungspotenziale erwarten.
Es wurden zwei neue Beschaffungsprozesse – für Entwicklungs- und Serieneinkauf getrennt – durch ausgewählte Mitarbeiterteams erarbeitet.

Dadurch ergab sich eine Beschleunigung des Bestellvorganges von 2 bis 4 Tagen auf unter 1 Tag. Gleichzeitig wurde der Aufwand, nicht nur im Papierbereich um ca. 20% reduziert. Damit konnte man auf einen Teil der Leihkräfte verzichten und eine durch Wachstum erforderlich gewordene Aufstockung verschieben. Durch gezielt erzeugte, neue Freiräume konnte ein Teil der Misstrauenskultur zumindest zeitweise abgebaut werden. 
Gleichzeitig wurde durch eine umfassende Änderung der Einkaufs- und Verhandlungsstrategie Einsparungen von mehreren Millionen/annum erarbeitet.

Materialfluss und Logistik optimieren

Um das Ziel einer optimalen Materialversorgung zu erreichen, wurden folgende Maßnahmen erarbeitet:

  • Supermercato-Lager in der Produktion
  • Sichtbarmachung des Materials in den jeweils den Produktionsschritten vorgelagerten Bereichen
  • Direkter Zufluss von lagerbefreiten Teilen
  • Parallele Finalisierung Papier und Produkt
  • Direkter Abfluss zum Lackieren bzw. nach Endmontage zur Rampe bzw. Kommissionslager Kunden


Ergebnis:

  • Keine Mehrfachbewegungen
  • Erhebliche Reduktion der Handlingskosten
  • Früheres Erkennen von Fehlsituationen durch Visualisierung der Materialversorgung
  • Verkürzung DLZ um 14%
  • Weniger Schnittstellen
  • Verantwortungsbündelung
  • Kürzere Reaktionszeiten
  • Vereinfachung der Prozesskette
  • Einsparung Personal (die freigewordenen Kapazitäten wurden für den Betrieb einer neuen Montagelinie verwendet)
Dauerhafte Reduktion des Lagerbestandes und Regulierung von bestandverursachenden Prozessen

Initiierung,Vorbereitung und Durchführung eines unternehmensumfassenden Projektes zur Modifikation und Neugestaltung von Prozessen in Vertrieb, Einkauf, Fertigung, Logistik und Technikzwecks dauerhafter Reduktion der Lagerbestände (12 Teilprojekte mit insgesamt ca. 200 MA)